Dr. med. Stephan Biesenbach

Ärztlicher Leiter Lebensstil-Medizin

»Mein erster realitätsnaher Kontakt mit Prävention und Gesundheitsförderung kam 1988 zufällig zustande. Im Rahmen meines Studienabschlussjahres gab mir das Schicksal die Möglichkeit in West-Australien beim AMS (Aboriginal Medical Service) tätig zu werden. Während dieser Zeit habe ich aus erster Hand und in Extremfällen miterlebt, welche nachhaltigen gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Fehlernährung, chronische Erkrankungen und psychische Verletzungen entstehen.

Zurück in Deutschland habe ich fortan mein eigenes berufliches Engagement zweigeteilt. Chirurgisch-handwerkliche ›Reparaturmedizin‹ war der eine Teil, während sich meine Leidenschaft als Mediziner zunehmend auf die Verhinderung ungünstiger Lebensstilfolgen ausgerichtet hat.

Die Kombination aus sportlichen Interessen und purer Neugier hat dazu geführt, dass ich in der Gestaltung von Gesundheitsförderungsmaßnahmen Kreativität ausleben konnte.

Es gibt nur wenige Dinge, die ich predige und nicht selbst probiert habe. Zwei Jahre als Vegetarianer waren genauso spannend wie Phasen ketogener Ernährung. Kurse, die ich selber angeboten habe, hatten immer das Ziel die Teilnehmer unabhängig zu machen, Wege aufzuzeigen und mentale Veränderungsprozesse einzuleiten. Ich bin damit unzählige Male gescheitert, habe aber genauso die ein oder andere Teilnehmer*in bewegt. Wenn man im Ziel ankommen und dazu noch möglichst weit im Rennen vorne landen möchte, dann geht das beim Radfahren nie, ohne brutal die Komfortzone zu verlassen.«